Wie fotografiere ich meinen eigenen Welpen?

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Wie fotografiere ich meinen eigenen Welpen? • Tierfotografie Tipps

 

Wenn ein kleiner Welpe einzieht, ist das immer etwas sehr Aufregendes. Ich durfte es diesen Frühling selbst erleben und es war eine wirklich wunderbare Zeit. Es ist unglaublich, wie schnell man die anstrengende Zeit verdrängt und nur an das süße tapsige Hündchen zurück denkt. Und um diese spannende Zeit immer in Erinnerung behalten zu können, sollte man ganz viele Bilder machen. Das ist nicht immer ganz so einfach. Erstens fehlt einem oft die Zeit weil man auch mal froh ist, wenn der kleine Welpe schläft und man sich endlich der Hausarbeit oder anderen Dingen widmen kann und zweitens möchte man die Zeit in der der Welpe wach ist lieber mit Kuscheln und Spielen verbringen, als ständig Fotos zu machen. Ich als Tierfotografin musste mich auch sehr oft dazu zwingen, mir wirklich die Zeit zu nehmen, schöne Bilder von meiner Malia zu machen und nicht nur ein paar Schnappschüsse mit dem Handy. Da ich meistens mit ihr alleine unterwegs war, war es streckenweise wirklich schwierig einen stürmischen Welpen zu koordinieren und gleichzeitig die Kamera zu bedienen. Mein großer Vorteil war es hier natürlich, dass ich meine Kamera blind bedienen kann und somit wenigstens die technischen Schwierigkeiten nebensächlich waren. Falls ihr eine Kamera habt aber nicht so recht damit umgehen könnt, wäre vielleicht mein Hundefotografie-Workshop etwas für euch.

In der Zeit habe ich anhand Malia intensiv gelernt, wie man seinen Welpen am besten fotografieren kann, wenn keine weiteren Helfer zur Verfügung stehen. Anhand einiger Bilder möchte ich euch erklären, wie ich vorgegangen bin in der Hoffnung, dass es euch zu besseren Bildern mit eurem Welpen verhilft.

 

Falls diese Tipps nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen gibt es dann immer noch die Option, ein Fotoshooting bei mir zu buchen! ;-)

 

1. Den Welpen auf einem erhöhtem Gegenstand fotografieren

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Malia liegt entspannt auf der Couch

 

Für dieses Bild habe ich Malia auf unsere Couch gesetzt. Das bietet sich vor allem dann an, wenn man eine neutrale Couch ohne  ein auffälliges Muster oder einer grellen Farbe hat. Notfalls könnt ihr auch eine schlichte Decke über die Couch legen. Dafür habe ich die Zeit nach dem Spielen genutzt, als Malia zwar schon sehr müde aber dennoch interessiert war. So war die Gefahr geringer, dass sie aufgedreht von der Couch springt. Wenn ihr den Welpen auf die Couch setzt müsst ihr immer auf ihn achten! Er darf nicht hinunterspringen, da er sich ernsthaft verletzten kann und es für die Gelenke schädlich sein kann. Die Sicherheit geht immer vor und kein Bild ist es wert, dass sich ein Hund verletzt. Daher verzichtet lieber auf ein Bild und wartet ab, bis sich der Welpe beruhigt hat und macht notfalls ein Bild von ihm, wenn er schläft. So kann er garantiert nicht hinunterfallen. 
Durch die Erhöhung habt ihr den Vorteil, dass der Welpe einen begrenzten Radius hat, um sich zu bewegen (außer ihr habt so einen neugierigen Wirbelwind wie ich mit meiner Malia) und der kleine Racker hat oftmals Angst, von der Couch zu springen. Außerdem seid ihr wenn ihr euch vor die Couch setzt automatisch auf Augenhöhe mit eurem Welpen und habt somit den perfekten Blickwinkel für ein gelungenes Bild. 

 

2. Den Welpen beim Spielen beobachten

 

Nutzt den Moment, wenn sich euer Welpe mit sich selbst und einem Spielzeug beschäftigt. Auf dem ersten Bild hatte ich das Zergel in die andere Ecke des Raumes mit dem schönsten Licht geworfen und hatte das Glück, dass sie sich hingelegt hat und auf dem Spielzeug herumgekaut hat. Dafür braucht man oft auch etwas Geduld und eine gute Beobachtungsgabe, um den richtigen Moment zu erwischen. Oft hilft es auch, vorher etwas mit dem Welpen zu spielen, sodass er schon etwas ruhiger wird und sich auomatisch hinlegt.

Für diese schöne Perspektive habe ich mich flach auf den Boden gelegt und mich sehr langsam bewegt, dass Malia es nicht als Spielaufforderung angesehen hat. Denn die Verlockung ist für den kleinen Welpen zu groß, angerannt zu kommen und in die Haare zu beißen ;-)

Bei dem zweiten Bild war Malia schon etwas älter und hatte ihre Freude mit den herumliegenden Tannenzapfen im Wald. Sie hat ganz alleine mit ihnen gespielt und ich konnte sie in Ruhe beobachten und fotografieren. Für den interessierten Blick reicht es, kurz den Namen des Hundes zu rufen. 

 

3. Den Welpen anleinen

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Malia im Sonnenuntergang zwischen Gräsern im Morgentau

 

Was ihr auf diesem Bild nicht seht ist der dünne Baumstamm, der links vom Bild gestanden hat. An diesem hatte ich Malias Leine festgebunden, sodass Malias Radius stark eingeschränkt war und sie mir nicht wegrennen konnte. Dass sie sich schnell entspannt, habe ich sie mit Leckerlis abgelenkt, die sie in der Wiese suchen konnte. So hat sie sich schnell daran gewöhnt und wurde ruhig. Wichtig ist, dass diese Situation für euren Welpen kein Stress ist! Gefällt es ihm nicht und rennt er mehrfach in die Leine und versucht sich zu befreien, bindet ihn wieder los und versucht es ein anderes Mal wieder. Denn der Welpe soll für ein Bild keine negativen Erfahrungen machen und kein Bild ist dieser Stress wert. 
Bleibt euer Welpe wie Malia ruhig, könnt ihr nun einige Schritte zurückgehen und euch vorsichtig auf den Boden legen. Auch hier ist die Augenhöhe als Perspektive zu wählen, sodass natürliche Bilder entstehen. Wenn ihr Glück habt, schaut der Welpe in die Kamera oder aber beobachtet interessiert seine Umgebung und so habt ihr die Möglichkeit, einige spannende Bilder zu machen.

Die Leine kann hinterher am Computer wegretuschiert werden.

 

4. ActionBilder dank apportieren

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Malia apportiert ihre geliebte IKEA Maus im Sonnenuntergang

 

Ich hatte das große Glück mit Malia, da sie seit ihrem ersten Tag bei mir sämtliche Gegenstände apportiert hat. Das musste ich natürlich für schöne Bilder in Action ausnutzen. Die IKEA Maus hat die perfekte Größe für Malia. Sie ist leicht, lässt sich wunderbar in das kleine Maul nehmen und ist nicht zu lang, dass Malia beim Rennen auf sie drauf tritt. 

Also habe ich mir eine schöne Stelle auf der Löwenzahnwiese ausgesucht, das richtige Licht abgewartet und schonmal meine Kamera richtig eingestellt. Nun habe ich die Maus frontal von mir weg geworfen, Malia ist natürlich hinterher gerannt und ich hatte in diesem kurzen Moment Zeit, mich für die richtige Perspektive auf den Boden zu legen. Sobald Malia sich umgedreht hat, habe ich viele Bilder nacheinander im Serienmodus gemacht. So ist die Wahrscheinlichkeit höher ein Bild im richtigen Moment zu erwischen, wo Malia nicht von Löwenzahnblüten verdeckt ist oder zB ihre Augen geschlossen hat.

 

5. Erste Bleib-Übung

 

Jedes Mal bevor Malia an ihr Futter darf, musste sie vor ihrem Napf warten und durfte erst nach meinem Auflösesignal aufstehen und fressen. Das habe ich seit Beginn an geübt und mit dem Kommando "Warte" markiert. 
Nach einiger Zeit konnte ich dieses Kommando auch in den Alltag übernehmen und Malia hat es verstanden, dass sie an einer Stelle stehen oder sitzen bleiben muss, bis ich ihr das Okay zu kommen/ aufstehen gebe. Das war natürlich super hilfreich, um schöne Bilder von ihr machen zu können. 
Das empfande ich allerdings die schwierigste, aber auch für die BIlder die schönste, option. Denn so hat man kein Spielzeug oder ähnliches mit auf dem Bild und einen sehr interessierten Blick des Welpens. Man muss dabei sehr sehr schnell sein. Am besten hat man die Kamera schon richtig eingestellt. Dann gibt man dem Welpen das Signal zu warten bzw zu bleiben und muss sich dann einige Schritte entfernen und sich auf den Bogen legen und ganz schnell auslösen. Wenn man Glück (also seinen Welpen richtig erzogen :D) hat, rennt der Welpe nicht direkt auf einen und die Kamera zu sondern wartet brav, bis es ein Leckerli gibt. 

6. Den Welpen von oben fotografieren

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Haben all diese Tipps nicht geholfen, weil der Welpe einfach zu aufgedreht ist oder sehr auf den Besitzer fixiert ist und nicht stehenbleiben möchte, gibt es immer noch die Möglichkeit den Welpen von oben zu fotografieren. Normalerweise rate ich als Perspektive die Augenhöhe zu wählen, doch die sogenannte Vogelperspektive kann den Welpen sogar noch niedlicher aussehen lassen. 
Man ruft den Welpen zu sich und kann in der einen Hand die Kamera und in der anderen Hand ein Leckerli halten. Mit der Leckerli Hand fesselt man den Blick des Welpens und bewegt sie Richtung Objektiv, sodass es den Anschein erweckt, der Hund schaut direkt in die Kamera.

 

Tierfotografie Schiller • mail@tierfotografie-schiller.de

 

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